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PrayStation

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> Eindrücke der Besucher (aus dem ausgelegten Buch)


Jede Kirche sollte eine Einladung zum Gebet spüren lassen.
Doch für viele Menschen vermag sie es nicht: Sie ist zu groß, zu kalt, zu anonym.
Gebete entstehen im Herzen und in den Gedanken. Dabei schwirren letztere doch oft durcheinander. Da hilft es manch einem Sprachlosen, eine Kerze anzuzünden. Wir Evangelischensind nicht gerade Vorreiter darin, Gebete in andere Ausdrucksformen als des gesprochenen Wortes zu bringen.
Manch eine/r ist in ihrer Sprachfähigkeit verunsichert.
„Wie kann und darf ich mit Gott kommunizieren?“.

Eine „Pray Station“ ist der Kontrast zu einer Play-Station©, jener Spielkonsole, die besonders Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer „Anderswelt“ fasziniert. Ein Raum des Gebets ist eine Einladung zur Hinwendung zu Gott. Keine künstlich-virtuelle Bildschirm-Welt. Dennoch etwas, das uns aus der Alltagswelt hinaus locken möchte. Wer die Schwelle ohne Schuhe überschreitet, kann eintauchen in einen Raum, der für die persönliche Begegnung mit Gott reserviert ist.
Ein Ort der Stille und Einkehr, kein Museumsobjekt, „das man sich mal anschauen geht“. Und dennoch mag der erste Blick an ein Museum erinnern. Es gibt verschiedene Objekte und Stationen.
Alles Einladungen, mit Gott in Kommunikation zu treten.

Einem Zweifelnden mag es gut tun, seine Frage in die Ritzen einer Klagemauer zu stecken. Eine Traurige soll symbolisch ihre eigene Träne in Form einer Glasperle in der Hand halten können. Sie darf sein - die Trauer - und wird von Gott liebevoll geachtet. Darauf weist der Bibelvers hin, der auf einer Schiefertafel erscheint und zum gedanklichen Verweilen einlädt.
So ziehen sich Ermutigungen und Einladungen aus dem neuen und alten Teil der Bibel durch den Gebetsraum.
Man kann „etwas tun“, das hören wir oftmals genauso gern wie „hier brauchst du nichts zu tun“. Beide Sätze finden in der Pray Station ihren Platz. Dinge aufschreiben, sie abgeben, und sich davon trennen. Das kann Platz schaffen für Neues. Zum Beispiel den Versuch, beim Blick ins Ebbe eben nicht mehr zu tun als nur zu sein. Den Gedanken aushalten, dass nicht die Werke Ansehen bei Gott verleihen, sondern die Ausrichtung des Herzens in seine Richtung.

In der Adventszeit 2011 wurde der Gebetsraum auf vierzig Quadratmetern erstmalig installiert. Er wurde für einige Besucher zu einem besonderen Ort. Die Einträge in das Buch der PrayStation geben etwas davon wieder.

haus nordhelle lebt von seiner Vielfältigkeit. Räume werden auf unterschiedlichste Weisen genutzt. Die PrayStation geht nun in die Sommerpause. Pünktlich zum Advent wird sie in Raum 1.65 ihre Pforten wieder öffnen. Bis zum Aschermittwoch 2013 kann dann dieser Ort für ganz persönliche Begegnungen genutzt werden. Ob für BesucherInnen des Hauses oder Gäste der Region, die nach einem Spaziergang ihre Gedanken noch einmal sammeln wollen.
Oder für solche, die sich wie die Könige aus dem Morgenland extra auf die Reise machen. Ein „Herzlich Willkommen!“ gilt ihnen allen.

Informationen gibt es bei Christin Haidle, ch.haidle@haus-nordhelle.de, Telefon: 02358.8009.234.